Peters es war, der in einem kritischen Augenblick mit einemfest formulierten Pool-Vorschlag wieder hervortrat und damitalso sozusagen der „Vater des Pools" wurde. Aber diesenVorschlag und seine Zusammenhänge hat Peters mir kurz vorseinem im Sommer 1921 erfolgten Tode brieflich noch fol-gende Mitteilungen gemacht:
„Die Vorgeschichte des Nordatlantischen Dampfer-Linien-Verbandes ist verhältnismäßig einfach, und doch auchwieder nicht. Auf einer Konferenz der vier Linien in Köln, auf der,wie immer, Ratcnfragen erörtert wurden, konnte trotz langer Verhand-lungen eine Einigung nicht erzielt werden. Die Wiederholung einesRatenkricges stand bevor, und ich legte mich beklommen zu Bett. ImTraum oder Halbschlummer stand plötzlich der Grundgedanke des späte-ren Pools — bestimmter Anteil für jede Linie auf Grund der Moore'schcn Landungsstatistik (eine regelmäßig erscheinende Statistik der inNew Dort gelandeten Passagiere) für vergangene Zahre und Kompen-sation — vor mir, und bei klarem Erwachen fand ich ihn so einleuchtend,-ah ich, um mir den Gedanken nicht wieder entschlüpfen zu lassen, ihnauf meinem Betttisch notierte. Am nächsten Vormittage, als Ballin,Reuchlin (Holland-Amerika Linie), Straffer (Red Star Line) und ichim Rauchzimmer des „Hotel du Nord" wieder zusammentrafen, teilteich ihnen den Gedanken mit, der von ihnen derartig beurteilt wurde,-aß Ballm mir sagte: „Peters, Sie haben den Stein der Weisen ge-funden." Wir reisten dann ab. um zu Hause die Sache weiter zu über-legen und vorläufig keine Kampsmaßnahmen zu treffen. Sofort nachmeiner Ankunft in Bremen trug ich sie Lohmann (damals erster Direktor-es Llopd) vor, von dem aber meine Begeisterung eine kalte Duscheerhielt. Sein Einwand war. daß durch eine derartige Vereinbarungdie Entwickelungsfähigkeil des Lloyö beschränkt werde. Einige Tagedanach hielt ich in einer Aufsichtsralssitzung Vortrag über den Plan.Leider reichte meine Beredsamkeit in Verteidigung gegen die vorge-