58
ausgeführt wird, es vielleicht ein bedeutsamer Schritt für dieHerstellung eines allgemeinen und ausgedehnteren Abkommensdarstellen kann/
Zu einem solchen losen Abkommen wollten, wie gesagt, diekontinentalen Linien sich nicht verstehen. Ein weiter gehendesscheiterte an dem Widerspruch der Cunard-Linie, gegen diedann unter Assistenz der von England fahrenden „AmericanLine" der Kampf aufgenommen wurde. Zu der Leitung dieserLinie hatte, wie schon erwähnt, Ballin alte freundschaftlicheBeziehungen noch aus der Zeit, in der er als Inhaber derFirma Morris L Co. für diese Linie gearbeitet und ihr einenerheblichen Iwischendecksverkehr zugeführt hatte. Nach einigenMonaten endete der Kampf mit einem Erfolg für die Mehr-heit. Die britischen Linien reduzierten sogar ihren Anspruch anden kontinentalen Verkehr auf 6 °/°. Die Gegenleistung vonkontinentaler Leite war der Verzicht auf das skandinavischeGeschäft. Die Packetfahrt erhielt für den mit ihrer Hilfe er-rungenen Erfolg einen Mehranteil am Pool und, ebenso wiedie „American Line", eine besondere Vergütung für drei Jahreim Gstwärts-Verkehr. Damit war endlich 1895 die Bahn füreine rentablere Ausgestaltung des ganzen nordatlantischen Ge-schäfts frei gemacht.
Die erste Folge war im Jahre 1896 ein Abkommenüber den Kajütsverkehr. Im Jahresbericht der Packet-fahrt von 1896 heißt es darüber, daß bisher die Beförderungder Kajütsreisenden Resultate ergeben habe, die zu den großenAufwendungen der Reedereien in einem außerordentlich un-günstigen Verhältnis ständen. Dabei könne dieser Verkehr,