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der im letzten Jahre schon auf mehr als 200 000 Personengestiegen sei, den Gesellschaften, wenn sie sich zu gemeinsamemHandeln zusammenschlössen, großen Nutzen bringen. Das Ab-kommen betraf zunächst übrigens nur die gemeinschaftlicheFestlegung von Preisen.
Beide Abkommen, sowohl das mit den Engländern für denZwischendecks- wie das für den Kajütsverkehr waren 1895auf drei Jahre geschloffen worden. Verhandlungen zwecksVerlängerung begannen im Mai 1898 in London unter demVorsitz von Ballin und führten nach und nach zum Ziel.
Die Verhandlungen über das Kajütsabkommen waren dabeizunächst auf einer Grundlage geführt worden, wonach die Preiseentsprechend der Geschwindigkeit abgestuft werden sollten. Beieinem solchen Abkommen fürchteten aber die großen englischenLinien, nicht auf ihre Rechnung zu kommen, sowie, daß dielangsameren Dampfer von den Differenzraten zu sehr Nutzenziehen würden. Auch zwischen den beiden deutschen Linienwar eine Übereinstimmung nicht herzustellen. Die Verhand-lungen wurden alsdann vertagt und erst im Juni in London wieder aufgenommen, abermals unter dem Vorsitz von Ballin.Die Verhandlungen verliefen zunächst ergebnislos, weil dieenglischen Linien untereinander uneinig waren. Diese Aneinig-keit wurde aber beigelegt und eine Gesamteinigung erzielt.
Einige Wochen später wurde auch ein Abkommen für diezweite Kajüte geschlossen. Gegen Schluß des Jahres begannenalsdann die Verhandlungen über die Verlängerung des Iwi-schendecksabkommens. Dabei bestand auf feiten der Packetfahrtder Wunsch nach einer Erhöhung ihres Anteils am Ostwärts-