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Verkehr ein starkes Mißverhältnis zwischen diesen beidenVerkehrsrichtungen bestehe, weil der westwärts gehende Ver-kehr an Umfang weit hinter dem ostwärts gehenden Verkehrzurückbleibe.
Die bald darauf stattfindende Probefahrt des D. „Blücher"gab Ballin dann noch Gelegenheit, sein Verhältnis zur Ltaats-unterstützung der Lchiffahrt in die Worte zu kleiden: „W ennmir heute gemeldet würde, daß überNachtdieLchiffahrtssubsidien geraubt seien, ichwürdeaufatmend sagen: Die hätten mirschon längstgestohlen werden können".
In England schlug inzwischen die Aufregung überden Ankauf der englischen Reedereien durchdieAmerikaner hohe Wellen. In Ballins Aufzeichnungenheißt es unterm 5. Juni:
„2n England hat sich eine sehr fatale Konstellation ergeben, welchesich auf die nationale Erregung ausbaut. Lir Alfred Jonesund Lir Christopher Zurneß verstehen diese Erregung zubenutzen, um die Lasten, welche sie mit ihrem großen Zchiffsmaterialin diesen schlechten Zeiten haben, auf die Schultern der englischenNation abzuwälzen. Auch hat der König von England eineungewöhnlich energische Anteilnahme in letzter Zeit bekundet, welcheerkennen läßt, daß den Herren in England viel unangenehmer als derÜbergang der verschiedenen Reedereien in amerikanischen Besitz nochder Umstand ist, daß die deutschen Linien so gut abgeschnitten haben.Mr. Morgan hat eine Unterredung mit den englischen Ministern gehabtund sich bereit erklärt, ihnen in der Frage der Belastung der Hilfs-kreuzer noch weiter entgegenzukommen. Wir hoffen, daß damit derTendenz vorgebeugt wird, durch Gewährung von Lubsidien eine Gegen-kombination zu schaffen."