Cunard-Linie, der einzigen bedeutenden transatlantischenReederei, die seit Bildung des Morgan-Trusts „(Outsider«war, einen Vertrag zu schließen im Begriff war, nach dem dieReederei einen vierzehntägigen Dienst von Fiume einrichtensollte, während die ungarische Regierung sich verpflichtete,durch Grenzsperren und alle ihr sonst zur Verfügung stehen-den Mittel die ungarischen Auswanderer von der Benutzunganderer Wege abzuhalten. Das bedrohte also die Pool-Linienmit dem Verlust ihres ganzen ungarischen Geschäfts. EineBesprechung, die Ballin mit der Cunard-Linie hatte, ergabnur die Erklärung von feiten dieser, daß sie von dem Ver-trage nicht mehr zurückkönne. Wochenlange Verhandlungen,die der Lloyd in Ungarn führte und führen ließ, hatten keinErgebnis. Eine nochmalige Verhandlung, die Ballin mitdem Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Cunard-Linie, LordJnverclyde, hatte, verlief ebenfalls unbefriedigend, da dieCunard-Linie freie Hand in Ungarn behalten, die Pool-Linienaber auf die Einbeziehung des ungarischen Verkehrs in denPool nicht verzichten wollten. Interessant ist ein Intermezzoaus dieser Verhandlung, weil es nachträglich erkennen ließ,woran die Einbeziehung der Cunard-Linie inden Morgan-Trust gescheitert war.
Auf die Frage Ballins nach den Ursachen der aggressivenHaltung der Cunard-Linie erwiderte Lord Jnverclyde, daßnicht diese, sondern der Morgan-Trust der aggressive Teil sei,da er die Absicht habe, die Cunard-Linie an die Wand zudrücken. Ruf den Einwurf Ballins, daß das niemals die Ab-sicht des Trusts gewesen sei, dieser im Gegenteil doch eine