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Einbeziehung der Cunard-Linie versucht, auch einen Vorschlagdafür von Lord Jnverclyde gehabt habe, und daß nur durchden Lturm in der öffentlichen Meinung Englands die Lachegescheitert sei, erwiderte Lord Jnverclyde, das sei nicht derFall, sondern der Trust habe niemals auf seinen Vorschlageine Antwort gegeben, er selber habe nicht einmal auf seinenletzten Brief eine Erwiderung erhalten.
In einem Brief, mit dem Ballin den Generalvertreter inNew Bork, Boas, über den Stand der Dinge informierte, be-merkte er hierzu, daß die Angabe des Lord Jnverclyde inder Tat richtig und die Nichtbeantwortung seines Vorschlagesdadurch herbeigeführt worden sei, daß der Aufsichtsrat derPacketfahrt sich nicht entschließen konnte, einem Erwerb vonAktien der Cunard-Linie, gemeinsam mit dem Morgan-Trust,zuzustimmen. Erst nach sechs Wochen und nach Erreichungseiner Demission sei er in der Lage gewesen, die Verhand-lungen wieder aufzunehmen, habe dann aber in London in-folge der Erregung der öffentlichen Meinung eine Lage vor-gefunden, bei der er es nicht mehr für richtig halten konnte,die Verhandlungen wieder zu beginnen, weil er fürchten mußte,damit der Agitation gegen die ausländischen Reedereien nurMaterial in die Hände zu spielen.
Die ungarische Frage wurde noch dadurch kompliziert, daßnach Informationen, die Ballin aus Wien zugingen, auchdie österreichische Regierung im Begriff war, fürihren Hafen Tuest das gleiche zu tun wie die ungarische Re-gierung für Ziume. In mühsamen persönlichen Verhandlun-gen in Wien gelang es Ballin dann, für die Packetfahrt und