den Mißerfolg des Trusts bis zum Kriege liegen einmal darin,daß das Programm der Trustbildung unvollständig ausgeführtwurde, da es nicht gelang, die Cunard-Linie zum Anschlußzu bringen, namentlich auch, wie die Ballin'schen Aufzeich-nungen sagen, infolge nicht rechtzeitigen Zugreifens der Ham-burger Gesellschaft. Hinzukam, daß die Kapitalisierung desTrusts eine viel zu hohe war, so daß eine Verzinsung diesesRiesenkapitals nur möglich sein konnte, wenn es gelang, dieRentabilität der vereinigten Linien auf eine viel höhere Stufezu bringen. Das sollte eben durch die aus der Vereinigungsich ergebende erhöhte Wirtschaftlichkeit des Betriebes herbei-geführt werden. Diese erhöhte Wirtschaftlichkeit aber konntenicht herbeigeführt werden, solange ein so wichtiger Faktorwie die englische Cunard-Linie außerhalb der Vereinigungblieb, ja, mit ihr sogar in einen lebhaften Wettbewerb geriet.Der Vertrag, den die deutschen Linien nach den geschildertenschwierigen Verhandlungen mit dem Trust schloffen, sichertesie vor der gefürchteten »amerikanischen Gefahr" und hatte jadarin allein schon seine Berechtigung. Diese Gefahr wurdealsbald nach der Begründung des Trusts dadurch verringert,daß die amerikanische Gesetzgebung gegen die Trust-Bildungenvorging, und namentlich einen Zusammenschluß der Eisenbahnenund deren Zusammenwirken mit den Schiffahrtslinien unmög-lich machte. Die Fernhaltung der amerikanischen Gefahr, diefreundschaftliche Verbindung, die Ballin und seine Gesellschaftmit der amerikanischen Vereinigung angeknüpft hatten, und dieHebung ihres Ansehens in den Vereinigten Staaten war mitden Zahlungen, die die Packetfahrt infolge ihrer besseren
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