Rentabilität unter dem Dividendenbeteiligungs-Abkommen inden folgenden Jahren an die Vereinigung zu machen hatte, wohlnicht zu teuer bezahlt. Bei dieser Dividendenbeteiligung schnittder Norddeutsche Lloyd infolge seiner geschäftlich wenigergünstigen Ergebnisse besser ab. Übrigens wurde dieses Divi-dendenabkommen später außer Kraft gesetzt.
Zweifellos hätte ein Anschluß der Cunard-Linie an denMorgan-Trust und damit ein Zusammenschluß aller maßge-benden transatlantischen Linien eine Fortgestaltung des Pool-gedankens herbeigeführt zu dem, was der Amerikaner „com-munit^ of interest" nennt, nämlich einer viel weiter gehendenVereinigung der finanziellen Interessen der einzelnen Parteien,als sie in einem Pool möglich ist. Die gegenseitige Beteiligungam Reingewinn und damit die denkbar weitestgehende Aus-schaltung jedes Konkurrenzmotivs war das, was Ballin aufGrund seiner jahrzehntelangen Erfahrungen als Ideal vor-schwebte. Das konnte unter dem Poolabkommen nicht erreichtwerden, und nebenbei hatte dieses eine andere, von seinenVätern zweifellos nicht beabsichtigte Folge, nämlich die Auf-ziehung einer ganzen Reihe lebensfähiger neuer Gebilde. Inall den Ländern, aus denen die Duellen des Zwischendecks-verkehrs flössen, traten im Laufe der Zeit Konkurrenzbestrebun-gen hervor, meistens unter dem Deckmantel nationaler Inter-essen, die in Wahrheit lediglich sehr egoistische Konkurrenzmaß-nahmen gegen die am Pool beteiligten Reedereien waren. Umdas Mittelmeergeschäft konkurrierten im Laufe der Zeit mitden Italienern und den deutschen Linien die Franzosen , Öster-reicher, Ungarn , Lpanier und Griechen. Alle fanden nach und