schwand aber trotzdem nicht völlig, sondern die Firma Rickmers gab drei befreundeten Firmen in London, Antwerpen undHamburg , die bisher ihre Agenten gewesen waren, ihre Zu-stimmung dazu, daß sie den Betrieb mit einigen übrig geblie-benen kleineren Dampfern und mit gecharterten Schiffen fort-setzten. Aus dem Kreise dieser Firmen kam nun die Anregungan die Packetfahrt, sich ihrerseits dem Geschäft zu widmen.Der Packetfahrt war diese Anregung auch um deswegen will-kommen, weil sie mit ihrem Lchiffsmaterial, das im Laufe derletzten Jahre stark vermehrt worden war, bisher lediglich aufNord- und Mittelamerika angewiesen war. Das nordamerika -nische Frachtgeschäft aber unterlag, je nach der Gestaltung derWirtschaftslage drüben, starken Schwankungen. Auch die vonZeit zu Zeit wiederkehrenden Bestrebungen auf Erhöhung desZollschutzes in den Vereinigten Staaten beeinflußten das Ge-schäft zeitweilig empfindlich, und im Fall eines nicht unmög-lichen Zollkrieges zwischen Amerika und Deutschland mußteman vielleicht mit einem völligen Stillstand rechnen. Seit län-gerer Zeit hatten sich deshalb die Bemühungen der Leitungauf eine Erweiterung des Verkehrsgebietes gerichtet, wie es jaüberhaupt einer der Grundzüge der Ballin'schen Geschäfts-politik war, das Risiko möglichst zu verteilen, sich nicht aufein Gebiet allein oder wesentlich allein zu stützen, sondern auchandere Verkehrsgebiete zu bearbeiten, um für Ausfälle aufeinem einen Ersatz auf anderen zu haben. Endlich wünschteman auch da, wo Hamburg nicht genügend vertreten erschien,einen der Größe und Vielseitigkeit des Hamburgischen Handelsmehr entsprechenden Anteil am Verkehr. Die Verbindung
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten