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mit den erwähnten Zinnen in London, Antwerpen und Ham-burg gab übrigens der Packetfahrt von vornherein eine festeBasis im ostasiatischen Verkehr, und man glaubte den Augen-blick um so weniger verpassen zu dürfen, weil die nach Gstasienfahrenden Reedereien im Begriff waren, unter sich ein Ab-kommen zu schließen. Es galt deshalb rasch zu handeln, umnicht einer Vereinbarung sämtlicher Linien gegenüberzustehen,und noch vor Toresschluß eine Aufnahme in das Geschäft zuerreichen.
Die Verhandlungen über die Aufnahme des Dienstes, dieEnde Dezember 1897 erst begonnen hatten, wurden deshalbsehr rasch zu Ende geführt, und schon in den ersten Tagen desJanuar 18Z8 kündigte die Packetfahrt ihn an in Form einermonatlichen Fahrt nach den Häfen Penang , Lingapore, Hong-kong, Lhanghai, Dokohama und Hiogo. Sechs Frachtdampfervon 8000 Tons Tragfähigkeit wurden dafür bereitgestellt, undes wurde auch gleichzeitig bekanntgegeben, daß man die Ein-stellung schnellerer und größerer Passagierdampfer in Aussichtgenommen habe, sobald ein Bedürfnis dafür erkennbar sei.Die Hamburger Firma, die bisher Rickmers vertreten hatte,löste ihr Verhältnis zu dieser Firma und übernahm die Agenturfür den neuen Dienst der Hamburg-Amerika Linie .
Natürlich stieß das Unternehmen auf einen gewissen Wider-stand der bisher an diesem Verkehr Beteiligten, namentlichdes Norddeutschen Lloyd , auch die Reichsregierung interessiertesich für den Fall und wirkte schließlich im Sinne einer Ver-ständigung zwischen Lloyd und Packetfahrt. Ende des MonatsJanuar kam es dann auch zu einer Verständigung mit