abschloß, der amerikanischen Regierung zum Kauf anbieten, dieaber auf den Ankauf verzichtete, und es kam alsdann der Ab-schluß mit der vermittelnden englischen Firma zustande, dieihrerseits die Schiffe nach Spanien weiterverkaufte. DiePacketfahrt erzielte dabei gegen den durch starke Abschreibungensehr herabgesetzten Buchwert der beiden Schiffe einen erheblichenGewinn, der sie in den Stand setzte, für ihren Passagier-dampferdienst neues Material zu beschaffen.
Es war inzwischen vom Norddeutschen Lloyd ein neuerSchnelldampfer, „Kaiser Wilhelm der Große", in Dienstgestellt worden, über den Ballin, nachdem er eine Reise damitnach New Wrk gemacht hatte, seinem Aufsichtsrat berichtete,daß er ein vorzügliches Schiff sei und selbst nach englischemfachmännischen Urteil eine große Leistung des Stettiner Vulcan,ein Triumph der deutschen Maschinen- und Schiffbautechnik.Indes erschiene ein geschäftlicher Erfolg durch die großenBetriebskosten des Schiffes in Frage gestellt. 2 m Hinblick aufdiese großen Betriebskosten der Schnelldampfer hatte Ballinschon im Jahre 1897 dem Aufsichtsrat das Projekt für denBau von zwei langsameren, aber größeren Dampfern vorgelegt.Das Projekt wurde indes nicht ausgeführt, auch nicht, als diePacketfahrt durch den Verkauf der beiden Schnelldampfernunmehr 1898 vor die Notwendigkeit gestellt wurde, neuesMaterial für den Passagierdampferdienst zu beschaffen. Manbenutzte vielmehr die sich im Jahre 1899 bietende Gelegenheitden Dampfer „Columbia" zu einem billigen Preise von Spanien zurückzukaufen und entschloß sich, den Schnelldampferdienstdurch den Bau eines noch größeren und schnelleren Schiffes,
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