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als es der„Kaiser Wilhelm der Große" war, wieder zu ver-vollständigen. Dieses Schiff war der ebenfalls beim StettinerVulcanerbaute 1900fertiggestellte Dampfer „Deutschland *,der in Größe und Ausstattung gegenüber den alten Schnell-dampfern ein großer Fortschritt und für längere Zeit der'schnellste Dampfer auf dem GZean war.
In der Zwischenzeit machte man, um den wöchentlichenSchnelldampferdienst durchführen zu können, auch noch einenVersuch mit dem von der Firma Schichau für den NorddeutschenLloyd erbauten, von diesem aber wegen Nichterfüllung derkontrahierten Bedingungen der Werft zur Verfügung gestelltenSchnelldampfer „Kaiser Friedrich". Da der Dampfer aberkein geschäftlicher Erfolg war, gab man diesen Versuch alsbaldwieder auf, und das Schiff hat dann jahrelang für Rechnungder Firma Schichau im Hamburger Hafen aufgelegen, bis esendlich nach Frankreich verkauft wurde.
Neben dem Lchnelldampferdienst war inzwischen ein zweiterNew Aorker Passagierdienst eingerichtet worden, und zwarmit den bereits erwähnten, 189Z beschlossenen P.-Dampfern— so genannt nach dem ersten Schiff, der „Pennsylvania " —einem in der Praxis allmählich herausgebildeten Typ großerkombinierter Dampfer von mäßiger Geschwindigkeit, derenökonomischer Betrieb die Beförderuug von Fracht zu sehrniedrigen Sätzen ermöglichte und dem großen Aufschwung imGüterverkehr zwischen Deutschland und Nordamerika Rechnungtrug. Die Größe der Dampfer bedingte eine möglichstrasche Beladung und Entlöschung, was u. a. zur Ein-führung der ersten Getreide-Elevatoren führte, die eine rasche