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Entlöschung des nicht mehr in Säcken, sondern lose verschifftenGetreides ermöglichten, vor allem aber zur Übernahme desLadens und Löschens in eigene Regie. Der Zweck dabei warweniger eine Ersparnis an Betriebskosten als eine Beschleunigungder Abfertigung. Denn mit der Zunahme der Größe derSchiffe und der in ihnen angelegten Kapitalien wurde die rascheAbfertigung der Schiffe von immer größerer Bedeutung. Ausdemselben Grunde entschloß man sich auch im Jahre 1898 zueiner abermaligen Veränderung der Hafenanlagen und schloßmit dem Hamburger Staat einen Vertrag für den Bau derneuen großen Hafenanlagen in Kuhwärder. Aber nichtnur die Hafenanlagen, sondern auch das Geschäftshauswurde für den wachsenden Betrieb zu klein, trohdem es durchAnbauten im Laufe der Jahre vergrößert worden war. Daeine weitere Ausdehnung am Dovenfleth nicht mehr möglicherschien, entschloß man sich zur Übersiedlung nach einer zwarim Zentrum der Stadt gelegenen, aber vom Geschäft bishernoch wenig aufgesuchten Gegend, dem Alsterdamm, den damalsnoch alte Patrizierhäuser mit Gärten schmückten. Der Gedanke,dorthin überzusiedeln, erschien manchen Kreisen auch so befremd-lich, daß es längerer Verhandlungen im Schoße der Verwaltungbedurfte, bis der Gedanke zur Tat und ein entsprechendesGrundstück, das von der Ferdinandstraße nach demAlsterdammdurchging, angekauft wurde.
Für die Ballin'sche Politik derVerteilungdesRisikosund für seine großzügige Auffassung von dem internationalenCharakter der Schiffahrt ist bezeichnend, daß man Ende dersoer Jahre auch daran ging, die Tätigkeit der Gesell-