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-essen erzielten Geschästsresultaten stieg die Unternehmungslustin allen Lchiffahrtskreisen.
Der Packetfahrt bot sich noch infolge eines anderen Umstandesdie Gelegenheit zu einer außerordentlich bedeutungsvollen Aus-dehnung. Zwischen der Hamburg -Lüdamerikanischen Dampf-schiffahrts-Gesellschaft und der Firma A. C. de Zreitas L Co.war ein Konkurrenzkampf ausgebrochen, der in überaus hart-näckiger Weise und ohne daß einer der beiden Parteien eindurchschlagender Erfolg beschieden war, geführt wurde. Mitder Firma de Freitas hatte Ballin bereits im Jahre 189z fürdie Hamburg-Süd über eine Fusion der Lüdbrasil-Linien derbeiden Reedereien verhandelt, ferner 1896 auf Wunsch desVorsitzenden der Hamburg-Süd, Carl Laeisz , abermals Ver-handlungen geführt, ebenso 1898 aus eigenem Antrieb, under nahm nun, um dem hoffnungslosen Konkurrenzkampf einEnde zu machen, und den alten Wunsch, diese Linie zu erwerben,endlich durchzuführen, diese Verhandlungen Ende 1900 wiederauf. Die Verhandlungen führten zu einem Verkauf dervo nderFirmade Zreitas betriebenenLinie nachBrasilien und dem La-Plata an dieHamburg-Amerika Linie. Neben einer Vergütung für die Aufgabe desDienstes und für den Eingang eines Konkurrenzverbotes sowieder Übertragung eines Teiles der Agentur für die neue Linie derPacketfahrt in Hamburg wurde der Firma de Freitas der durchsachverständige Schätzung festgestellte Marktwert der von ihrabzutretenden 14 Dampfer bezahlt. Als Sachverständigerfungierte in diesem Fall der Inhaber einer der großen Londoner Lchiffsmaklerfirmen, der mit der Packetfahrt seit Jahren in