tl8
engen GeWftsbeziehungen stand und ihr Vertrauensmaklerin England war. Da die Schätzung gerade zur Zeit der höchstenHochkonjunktur erfolgte, so kam sie auf einen Durchsthnittspreisfür die Tonne Schiffsraum hinaus, wie er bis zum großenKriege niemals wieder bezahlt worden ist. Der Preis erschienselbst dem Taxator, wie er mir gelegentlich erzählte, so hoch,daß er es für seine Pflicht hielt, im Vorwege Ballin daraufaufmerksam zu machen. Er erhielt darauf aber nur die lakonischeAntwort: „I kno>v, but I xvant tke busmess," eine echtBallin'sche Äußerung, bezeichnend dafür, wie wichtig ihm dieseAusdehnung erschien.
AufdieAbernahmederFirmadeFreitas folgten sogleichV e r-handlungen mit derHamburg-LüdamerikanischenD. G. übereinengemeinsamenBetriebderLüd-amerika-Linien, die dann dadurch ausgestaltet wurden,daß die Packetfahrt einer englischen Firma, deren Linie vonAntwerpen nach dem La Plata fuhr, diese abkaufte undsich damit auch diesen Hafen für die Lüdamerikafahrt eröffnete.Das erschien um so notwendiger, weil Antwerpen eine wachsendeBedeutung auch für die deutsche Ausfuhr gewann.
Es gibt wohl kaum ein Land der Welt, das von sovielHäfen verschiedener Nationalitäten bedient werden kann wieDeutschland. Im Lüden reichen die Verbindungen der Mittel-meerhäsen bis in die Gebiete der süddeutschen Bundesstaatenhinein, im Westen haben Antwerpen und in etwas auchfranzösische Häfen vorzügliche Eisenbahnverbindungen nachSüd- und Mitteldeutschland, und der Rhein bietet Antwerpen, und mehr noch Rotterdam, die denkbar zugkräftigste Verbindung