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Das war auch der Beginn eines gewissen Aufschwungs für denEmder Hafen, der für die deutsche Erzversorgung von da abeine bedeutende Rolle gespielt hat.
Im Jahre 1901 entschloß sich Ballin zu einer Weltreise.Die Verhältnisse in Gstasien, die durch den Erwerb von Tsingtau und die Unruhen in China eine besondere Note bekommenhatten, machten es ihm erwünscht, sie an Grt und Stelle kennen-zulernen, namentlich wollte er auch die Verhältnisse derPassagierfahrt studieren, in die die Packetfahrt soeben gemäßihrem Vertrage mit dem Norddeutschen Lloyd eingetretenwar, sowie die Frage der Errichtung einer Linie auf demPacific. Die Ausgestaltung des ostasiatischen Dienstes er-forderte außerdem wichtige Abschlüsse an Grt und Stelle.Es erwies sich als notwendig, Stützpunkte für die Dienstezu erwerben, die Zubringerdienste an der Küste auszugestaltenusw. Außerdem hatten die Wirren in China die Augender europäischen Welt mehr als vorher auf den fernenGsten gelenkt, nebenbei hatten sie auch dem NorddeutschenLloyd sowohl wie der Packetfahrt Gelegenheit zur Ausführungumfangreicher Truppen- und Materialtransporte für dasdeutsche Kontingent geboten. Aber die Reise erstattete Ballineingehende Berichte nach Hamburg , und zwar geschäftlicheBerichte an die Direktion daheim, und Stimmungsbilder sandteer in Briefen an seine Mutter. Beide Arten Berichte sindsehr interessant, sie zeigen den Menschen und Geschäftsmanndeutlicher als eine Beschreibung aus fremder Feder es vermöchte.Ich füge deshalb einige Auszüge aus den umfangreichenBerichten hier an und beginne mit den Briefen an die Mutter.