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struiert. Dir bei weitem überwiegende Einnahmequelle aller Jangtse -Dampfer ergibt sich aus dem außerordentlich starken chinesischen Passa-gierverkehr. Zweifellos wird mit den Jahren darin eine Änderungeintreten, und die Zeit nicht fern sein, in welcher das Frachtgeschäftdie größere Nahrung liefert, denn der Handel der Jangtse -Häfen hatwährend der letzten Jahre einen großen Aufschwung genommen. 2owächst denn auch von Jahr zu Jahr das Quantum der Ladung, welchesdie Jangtse-Dampser zur Weiterbeförderung nach Europa hier in
Shanghai anbringen. Die Schwierigkeiten, welche sich der
Etablierung einer Jangtse -Linie durch unsere Gesellschaft entgegen-stellen, finden ihren Schwerpunkt in dem Mangel an geeigneter Lan-dungsgelegenheit.
Nn Bord des D. „Libiria" auf dem Jangtse ,
10. März 1901.
.Nach dem Eindruck, welchen ich in Nanking gewonnen
habe, möchte ich glauben, daß die erhoffte Entwicklung des Platzesnoch recht lange aus sich warten lassen wird. Ganz anders liegen dieVerhältnisse in Chinkiang, vor welchem Hafen wir augenblicklichankern, und welches heute schon einen lebhaften Handel mit dem Än-lande vermittelt. Darüber, daß im Falle einer weiteren Ausschließungdes himmlischen Reiches der Handel auf dem Jangtse einen großenUmfang annehmen muß, kann kaum ein Zweifel bestehen. 2n höheremMaße noch als der Mississippi ist während der Sommermonate, alsoeigentlich während 8 Monate im Jahre, der Jangtse für tiefgehendeSeeschiffe befahrbar. Das Wasser erfährt dann auf weite Streckeneine ungeheure Steigerung. Man hat solche Steigerung schon aufZ8 Fuß konstatiert, und einige Dampfer der Russischen FreiwilligenFlotte verkehren mit einem Tiefgang von über 25 Fuß bis hinauf nachHankau.
.Wenn man von der gegenwärtigen Lage des Geschäftes
sprechen will, so ist nicht zu verkennen, daß augenblicklich Schiffsraumauf dem Jangtse genügend vorhanden ist. Man möchte angesichts der neu