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ließ, auch der »General-Pool" war ja eine Frucht dieser Zeit.Um so reicher war dann die Ernte in den folgenden gutenJahren, die den Höhepunkt der Entwicklung derHamburg-Amerika Linie bezeichneten mit guten Er-trägnissen für die Aktionäre und vor allem einer sehr starkeninneren Konsolidierung des Unternehmens. Die Bilanzenwurden von Jahr zu Jahr besser, sichtbare und unsichtbareReserven nahmen zu, Hand in Hand mit einer für eine Lchiff-fahrtsgesellschaft ungewöhnlichen Liquidität der Mittel. MitRecht konnte der damalige Vorsitzende des Aufsichtsrats ineiner der Bilanzsitzungen dieser Jahre feststellen, daß die Ge-sellschaft noch niemals eine so gute Bilanz gehabt habe.
Alsbald nach der Depression begann dann auch wieder dieBautätigkeit. Zunächst nur sehr zögernd mit der Bestel-lung eines Frachtdampfers von der bis dahin ungewöhnlichenGröße von 12 000 Tonnen Tragfähigkeit bei Harland L Wolfsin Belfast zu einem ebenso ungewöhnlich billigen Preis. Eswar nahezu der Rekord der Billigkeit, und man bewunderteden Mut der Werst, die Bauten zu solchen Bedingungenübernahm. Indes war sie nicht die allein wagemutige, esschloß sich ihr sogleich auch eine deutsche Werst, der BremerVulkan, an, mit einem ähnlichen Angebot, denn auch diedeutschen Wersten hatten Mangel an Arbeit. Das Resultatder Arbeit dieser beiden Werften war ein Typ von Fracht-dampfern, der sich besonders in der ostasiatischen Fahrt aus-gezeichnet bewährt und reiche Früchte getragen hat.
Allmählich erwachte auch auf anderem Gebiete wieder derWagemut. Insbesondere drängten die Verhältnisse in der n ord-