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der Tod ihm sanft die Äugen, unmittelbar nachdem er eine Ansprachean die Versammlung gehalten hatte. Än den letzten Jahren seinesLebens war er technisch schlecht beraten gewesen. Lein alter Freund,Sir William Pearce, der schon erwähnte Chef der Schiffswerft vonJohn Elder , wollte den Übergang von der Einzelschraube zur Doppel-schraube nicht mehr mitmachen. Lohmann und die Techniker des Lloydhatten sich aber im Laufe der Jahre so sehr daran gewöhnt, die Über-legenheit jenes Mannes als Techniker anzuerkennen, daß sie zwar derHamburg-Amerika Linie folgten, indem sie den Bau zweier Schnell-dampfer einer deutschen Werft übergaben, aber sich nicht entschließenkonnten, das von der Hamburger Gesellschaft adoptierte Doppelschrauben-system in Anwendung zu bringen. So entstanden noch im Jahre 1890,in Stettin gebaut, die beiden neuen Schnelldampfer »Havel" und»Spree" als Einzelschraubenschiffe zu einer Zeit, in der das reisendePublikum sich über die vermehrte Sicherheit des Doppelschraubensystemsschon völlig klar geworden war.
»Im Jahre 1888 war Konsul H. H. Meier von der Leitung desLloyd zurückgetreten, nach seinem Ausscheiden ging der Vorsitz im Auf-sichtsrat auf Herrn Reck über, der diesen Posten aber nur kurze Zeitverwaltete, um ihn dann an Geo. Plate abzutreten. Herr Plate kann,wenn ich recht unterrichtet bin, das große Verdienst für sich in Anspruchnehmen, den heutigen Generaldirektor, damaligen Rechtsanwalt desNorddeutschen Llopd, Dr. Heinrich Wiegand , für die Direktion der Ge-sellschaft gewonnen zu haben. Plate verzichtete, um sich den Interessendes Lloyd und anderen bremischen Interessen noch mehr zur Verfügungstellen zu können, vor einigen Jahren auf die Fortsetzung seines eigenenGeschäfts und widmet sich heute gemeinsam mit Wiegand in der inten-sivsten Weise der Förderung des Lloyd. Ihnen schließt sich als Dritterim Bunde der Konsul Achelis an, der Vizepräsident des Aufsichtsrats,dem ebenfalls noch weit über den eigenen Interessen diejenigen desgroßen bremischen Schiffahrtsunternehmens stehen.