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bezeichnet, trachtete Ballin stets danach, seine persönlichenErfahrungen und Beobachtungen auf Reisen in dieTat umzusetzen, d. h. dem Wohlbefinden seiner Reisendendienstbar zu machen. Wer die fertigen Schöpfungen seinesGeistes sah, ahnte nicht, bis in welche Einzelheiten er dabeiging, und wie viele Kleinigkeiten, deren Summe doch eben den„Komfort" ausmachte, auf seine Anregung zurückgingen. JedeReise, die er auf einem Dampfer seiner oder einer anderenGesellschaft machte, brachte eine Fülle von solchen Anregungen,namentlich für die technischen Abteilungen und den Wirtschafts -betrieb. Zahlreiche Notizen, die er sich auf den einzelnenReisen machte, sprechen dafür. Als Beispiel seien hierzwanglos herausgegriffene Notizen von einer New YorkerReise in den 90 er Jahren wiedergegeben, die ich in einemkleinen Notizbuch fand. Es sind nur Ltichwörter, aber demLeser wohl verständlich:
„Moselwein-Lieferantenliste revidieren — Bekanntmachun-gen an Bord auf das geringste Maß beschränken, die nötigenin geschmackvoller Form einrahmen — Passagierlisten sollendie Segellisten (Verzeichnis der Dampferabfahrten) undRegulative enthalten — Luxuskammer „Kaiser Friedrich ",Schlüssel, Riegel, Schieblade; kein Platz für Koffer; Hand-tücher zu klein — „Deutschland " Behälter für schmutzige Wäsche— Steward „Gceanic" weiße Jacken — Lelleriegläser —größere Butterdosen — große Kopfkissen — Bouillontassen —Spielkarten: Packetfahrt ganze Firma — Packetfahrt ganzeFirma auf Wehbers Weinflaschen — Toast in der Sewietteservieren (warm).