von Passagieren, die eine besonders ruhige und angenehmeReisegelegenheit suchten, wurden zum erstenmal Luxuskammernund kleine abgeschlossene Wohnungen geschaffen, so daß dieBewohner dieser bevorzugten Räume nicht mehr, wie bisher,ausschließlich auf die Benutzung der allgemeinen Passagier-räume angewiesen waren. In ihrer inneren Ausstattung stelltedie „Deutschland " einen gewaltigen Fortschritt dar, der Lpeise-saal der ersten Klasse zerfiel nicht mehr, wie auf der „AugustsVictoria", in einen unteren und oberen Raum, die durcheinen Lichtschacht verbunden waren, vielmehr vereinte eingroßer freier Raum alle Reisenden. Die wesentlich gesteigerteGröße des Schiffes gestattete hierbei sowie bei allen anderenRäumen erheblich größere Abmessungen nach allen Richtun-gen, auch in der Höhe. -
Als einige Zahre nach dem Bau der „Deutschland " einErsatz der im Russisch-Japanischen Krieg verkauften Dampfernotwendig wurde, verließ Ballin den Lchnelldampfertyp undging, dem Grundsatz der Größe und Bequemlichkeit folgen^zu dem Typ der „Amerika " über, der in die zweite unserervier Klassen gehört. Zum Lchnelldampfertyp ist er dann abernoch einmal zurückgekehrt, als die Fortschritte der Technik eineSteigerung der Größe der ganz schnellen Schiffe ermöglichtemDenn der Fehler der Schnelldampfer bis zur „Deutschland "lag in ihrer zu geringen Größe, in dem Mißverhältnis desnutzbaren Raumes zu dem, der für den Antrieb und Betriebdes Schiffes erforderlich war. Als dann aber die Cunard-Dampfer „Lusitania " und „Mauretania" die Brauchbarkeitder Turbinenmaschine und die Möglichkeit des Baues größerer