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Am größten waren natürlich die Fortschritte in schiffbau -technischer Hinsicht. Die Größe der Schiffe verminderte ansich schon die Heftigkeit der Schiffsbewegungen in schlechtemWetter, besondere Vorrichtungen, wie Schlingerkiele undSchlingertanks, verringerten noch weiter, auch bei schweremSeegang, die Rollbewegungen der Schiffe. Von derCompound-Maschine war man zu immer größeren und leistungsfähigerenKolbenmaschinen, schließlich zu Turbinen und auf Fracht-dampfern zu großen Ölmotoren übergegangen. Die maschinellenEinrichtungen wurden durch Hülfsmaschinen der verschiedenstenArt und von großer Zahl ergänzt, die für die Beleuchtung,Ventilation, für den Küchen- und Wirtschaftsbetrieb und dieZicherheitseinrichtungen dienten. Än den Sicherheitseinrich-tungen war man vom einfachen Boden zum Doppelboden undschließlich zu dem längs und quer in ein förmliches Zellen-system geteilten Doppelboden übergegangen, der lm derImperator-Klasse an der Bordwand noch ein Stück hoch-gezogen war und damit eine zweite Lchiffswand und einenwirksamen Schutz bei Kollisionsgefahr bildete. Die Zahl derRettungsboote war vergrößert, die Boote selber in Größe,Form und Einrichtung verbessert. Auf den höchsten Punktender Schiffe waren Notbeleuchtungsstationen eingebaut, dieselbständig elektrischen Strom für eine Notbeleuchtung erzeugenkonnten. Das ganze Schiff war durch wasserdichte (Querschottenmit mechanisch schließbaren Türen in eine große Zahl von-einander vollständig getrennter Abteilungen geteilt worden.Gegen Feuer war durch die weitgehende Anterteilung desSchiffes Schutz geschaffen, außerdem aber besondere Ein-
Huldermann, Vallin 13