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Dieser Entwicklung folgte Ballin mit der Ausgestaltungder Frachtdampfertypen nicht nur auf dem Fuße, sondern eilteihr manchmal voraus. Einen wesentlichen Fortschritt gegen-über dem, was er vorfand, stellten schon die im Jahre 1896gebauten Schiffe der »Adrian-Klasse dar, mit einer Größevon etwa AZoo Brutto-Register-Tons, wesentlich vergrößertenLuken, verbesserten Ladebäumen und erhöhter Geschwindig-keit. Än allen diesen Richtungen wurde mit dem Bau derDampfer der »AbessiniaN-Klasse 1900 ein weiterer Fortschritterzielt und ein noch stärkerer gegen Ende des folgenden Jahr-zehnts mit dem Bau der Dampfer der »Fürst Bülow "-Klasse,Schiffen von nicht weniger als 12000 Tonnen Tragfähigkeit,für den Verkehr nach dem fernen Gsten bestimmt. Bei Aus-bruch des Krieges war eine Klasse von Schissen im Bau mitDoppelschrauben, einer Tragfähigkeit von 16000 Tonnen undeiner Geschwindigkeit von 1 z Meilen.
Auf den Nebenlinien, wie z. B. der westindischen, warder Fortschritt entsprechend der Zunahme des Güterverkehrsebenso sichtbar. Typisch für die vorballinsche Zeit warenSchiffe, wie die »Rhenania", von nur 1200 Brutto-Reg.-Tonnen und 9—10 Meilen Geschwindigkeit. Schon 1887trat aber eine Verbesserung ein mit dem Typ der »Ascania",und wie stark weiterhin die Fortschritte waren, zeigen Dampferwie der für die Mexiko- Fahrt bestimmte »Fürst Bismarck"von 8zoo Brutto-Reg.-Tonnen und 16 Meilen Geschwindig-keit mit sehr guten Einrichtungen für Kajüts- und Zwischen-deckspassagiere, und der Typ des Dampfers »Lteigerwald",für Westindien und Mittelamerika bestimmt, mit i z Leemeilen