wie vor bin ich davon überzeugt, daß bei uns ebendieselben guten Dis-positionen vorliegen wie bei Ihnen."
Die hier angeregte I u sammenkunftzwischenKönigEduard und Kaiser Wilhelm fand alsdann am 11.August auf der Reise des Königs Eduard nach Jschl in SchloßZriedrichshof statt und fand in der deutschen Presse ein freund-liches Echo.
Auch der Austausch von Freundlichkeiten zwischen den Be-völkerungen beider Länder ging weiter. Lo besuchte im August1908 Lloyd George, damals Lchatzkanzler, Deutschland, umsich über die deutsche Arbeiter-, Jnvaliditäts- und Altersver-sicherung zu unterrichten, englische Arbeiter kamen zum Be-suche der deutschen Gewerkschaften herüber sowie zum Studiumdeutscher Jndustrieverhältnisse. Auch das amtliche England äußerte sich sowohl durch Lloyd George wie durch Churchill in sehr freundlicher Weise für eine Verständigung mit Deutsch-land; sie sei der einzige Weg, sagte Lloyd George, der überEuropa immer noch lagernden Spannung ein Ende zu machen.
Ende Gktober ereignete sich dann der für die kaiserlichePolitik so kompromittierende Iwischenfall mit dem„Daily-?elegraph"-Jnterview. Der Kaiser hatte indiesem u. a. sich in bitteren Worten darüber ausgesprochen,daß man seine Freundschaft für England so wenig würdige,und als Probe dieser Freundschaft mitgeteilt, daß er währenddes Burenkrieges das Ersuchen von Frankreich und Rußland, mit ihnen zusammen dem Kriege ein Ende zu machen undEngland zu demütigen, abgelehnt und von seiner Antwortden König von England in Kenntnis gesetzt habe, ferner daß