im Lüden mit Lir Ernest Cassel geschickt. Herr Ballin gabmir einen Brief mit, in dem die Lage der Dinge ausführlich ge-schildert wurde. Da die Begegnung sich verzögerte, habe ichden Brief vorsichtshalber auftragsgemäß verbrannt und seinenInhalt nur mündlich wiedergegeben.
Ballin schilderte darin zunächst kurz die Lituation, wie siesich ihm, nachdem er die verschiedenen in Betracht kommendenStellen in Berlin gesprochen hatte, darstellte, und zwar wie folgt:
1. Nach Haldane's Rückkehr hat Lir Edward Grey Gelegenheit genommen, Metternich offiziell auszusprechen, daßer sehr befriedigt sei über den glücklichen Ausgang derHaldane'schen Mission und hat Metternich zu verstehen gegeben,daß er Schwierigkeiten eigentlich kaum noch sähe.
2 . Wenige Tage darauf hat Nsquith im ParlamentErklärungen abgegeben, welche die Äußerungen von Grey imweitesten Maße bestätigen und den angenehmsten Eindruck inBerlin machten.
z. Infolgedessen gab der Reichskanzler eine gleich friedlicheund hoffnungsvolle Erklärung im Reichstage ab.
4. Es entstand trotzdem in England eine Pause von mehrerenWochen, in welcher weder Metternich noch irgend eine Stellehier von der amtlichen Stelle in London irgendeine Benach-richtigung erhielt. Das hat natürlich Befremden erregt.
Z. Metternich wird nach dem Foreign Gffice berufen, Greyfängt an, Bedenken zu erheben in der Hauptsache wegen derhier vorliegenden Zlottennovelle. Ich muß hier einschalten,was Sie auch von Haldane mündlich gehört haben, daß in der