Besprechung an dem letzten Tage in Berlin , an welchem wirmit Haldane hier zusammen waren, eine Verständigung zwischenHaldane und der hiesigen maßgebenden Stelle über das Bau-tempo für die drei Linienschiffe erzielt worden war. Wie Sieerinnern, war man sich darüber einig geworden, daß man überdie geplante Aktivierung des dritten Geschwaders und die da-mit verbundene Mannschaftsverstärkung nicht sprechen, sonderndas als nicht zur Verhandlung gehörig betrachten wollte.Jetzt also, ganz unvorhergesehen, tritt die große Wendung inder Sache ein. Erev, natürlich sehr höflich, bringt, wie gesagt,die Bedenken vor gegen die Mannschaftsverstärkung, wirftFragen auf über die Absichten mit Bezug auf Torpedobooteund Unterseeboote und betont — das läßt tief blicken — daßjedenfalls derHaldane'sche Besuch großen Nutzen gestiftet habe,auch wenn nach den Verhandlungen nichts kommen sollte.
6. Es folgt eine neue Unterredung mit Metternich, inwelcher gesagt wird, daß nach den Berechnungen des Marine-ministers die Mannschastserhöhung sich auf 15000 Mannbelaufe. Man habe in England geglaubt, es handele sichhöchstens um 4—5000 Mann. Man habe Bedenken gegendiese große Mannschaftsverstärkung, kurz und gut, man scheintneue Verhandlungen zu wünschen, welche tief eingreifen in dieDispositionen der diesseitigen maßgebenden Stellen über diedeutsche Flotte. Metternich sagt, er könne nach diesen Er-örterungen nur annehmen, daß der Ministerrat sich mit denHaldane'schen Abmachungen nicht einverstanden erklärt habe.Grey antwortete in höflichen diplomatischen Ausdrücken, aberin gesundes Deutsch übersetzt: Das stimmt."