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Aber die geschäftlichen Vorgänge bei der Hamburg-Amerika Linie während des Krieges ist nicht viel zuberichten. Je mehr sich der Krieg in die Länge zog, je mehrStaaten in den Kampf gegen Deutschland eintraten, desto mehrwuchsen die Verluste an Lchiffsmaterial und die Einbußenan sonstigem Besitz. Was an Niederlassungen, Landungs-anlagen und dergleichen in den kriegführenden Ländern vor-handen war, wurde restlos konfisziert, und immer größer wurdedamit die Sorge um den Wiederaufbau nach dem Kriege. Siebeschäftigte Ballin unablässig, und in erster Linie seinen Be-mühungen war es zu danken, daß im Jahre 1917 Regierungund Reichstag ein Gesetz annahmen, das für den Wiederauf-bau der Handelsflotte Mittel zur Verfügung stellte. Danebenging sein Bemühen dahin, durch Ersparnisse in den Unkosten,durch Beschaffung von Arbeit für die Anlagen der Gesell-schaft im Inland, durch Abstoßung einiger Schiffe und an-deren Besitzes Mittel für die Erhaltung der Gesellschaft zubeschaffen. Soweit die Mittel reichten, wurden Fürsorgemaß-nahmen für die Familien der in den Krieg gezogenen An-gestellten und Arbeiter getroffen. Aber alle diese Dinge hatdie Gesellschaft der Öffentlichkeit berichtet, und ich kann michauf diese kurzen Andeutungen beschränken. Nur ein Gesichts-punkt sei besonders hervorgehoben.
Es ist wohl eine anerkannte Tatsache, daß kein Gewerbeunter direkten Maßnahmen der deutschen Re-gierung so gelitten hat wie die Reederei. Bei den Ver-handlungen über den Wiederaufbau der Schiffahrt ist das vonder Regierung ja auch zugegeben worden. Ich habe hier nicht