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handelt, von Deutschland gewonnen ist. Denn um uns den Kriegmilitärisch heute noch verlieren zu lassen, müßten unsere Feinde zunächstin Rußland, Frankreich und Belgien siegreiche Schlachten gegen unsführen; sie müßten uns aus diesen Ländern vertreiben, sie müßten überunsere Grenzen brechen und im eigenen Lande uns besiegen. Daß dazudie Menschen- und die Grganisationskräfte nicht mehr ausreichen, mußjeder Verständige einsehen. Wir befinden uns deshalb auchim höchsten Stadium des fortschreitenden Erschöpfungs-krieges, das nur hätte unterbrochen werden können durchden Eingriff Amerikas gegen uns.
Was der Eintritt einer neuen Macht in diesem Weltkriege bedeutet,haben wir damals gesehen, als Italien sich zur Beteiligung an demKriege verleiten ließ. Militärisch bedeutete der Eintritt Italiens keinewesentliche Verschlechterung unserer Situation, aber das ganze Gesichtdes Krieges wurde vom Standpunkte der Alliierten aus dadurch ver-ändert, und Grey, der kurz vorher noch hatte sagen lassen: „Allere isnottiinZ betveen us nnä Oermun^ except 6sl§ium", erklärteeinige Wochen nach dem italienischen Anschluß, daß er überhaupt keineBasis für eine Zriedensverhandlung mehr finden könne.
Viel gewaltiger noch würde der Eintritt Amerikas auf die Wider-standskraft, auf die Einbildung und auf den Eigensinn der feindlichenMächte gewirkt haben.
Die sehr beachtenswerten Männer, besonders die führenden Per-sönlichkeiten in der konservativen und der nationalliberalen Partei, welcheheute noch den rücksichtslosen Ubootkrieg predigen, sind über dieLeistungsmöglichkeiten der Uboote falsch informiert worden;sie halten eine Aushungerung Englands bei Anwendung des rücksichts-losen Ubootkrieges nicht nur für möglich, sondern sogar für ziemlichsicher. Euerer Exzellenz brauche ich nicht zu sagen, daß das eine ganzfalsche Vorstellung von der Lage der Dinge ist. England wird immerdie Möglichkeiten und die Kraft aufbringen können, seine Verbindungmit den französischen Kanalhäfen aufrechtzuerhalten und wird auch sonst,