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bei ihm antrat, war er gerade von einem Kuraufenthalt ausKiffingen zurückgekommen und zeigte mir die dicken Stapelvon Schriftstücken, die ihm in diese sogenannte Erholung nach-gesandt worden waren, mit den bitteren Worten: »Jede Er-weiterung eines Unternehmens wird zum Fluch für seinenLeiter/ Gewiß war es nicht leicht, mit seiner Informierungüber den Geschäftsgang während seiner vielfachen Abwesen-heiten — bis zu zwei Dritteln des Jahres war er nicht inHamburg — immer das Richtige zu treffen. Man mußte nichtnur den Gang des Geschäftes kennen, sondern auch wissen,was wichtig und vor allem, was ihm wichtig war, und mußteihm dauernd das Gefühl geben, daß ihm Nichts entgehe, wennman ihn zufriedenstellen wollte, denn jede Vernachlässigungin solcher Hinsicht empfand er als persönliche Kränkung. Unddoch war die Zeit, die er den laufenden Eingängen inHamburg oder auf der Reise widmen konnte, sehr beschränkt.In seinem Vorzimmer in der Packetfahrt löste ein Besuch denanderen ab, und trotzdem diese Besuche sorgsam gesiebt undjeder nicht bekannte oder nicht bestellte Besucher nach Möglich-keit und mit großer Geschicklichkeit — die durch langjährigeErfahrung dem Treuesten der Treuen , seinem ständigen Be-gleiter zu Hause und auf der Reise, Carl Fischer, zu eigengeworden war — auf andere abgelenkt wurde, blieb für dieDurchsicht oder die Erledigung der Post nur wenig Zeit. Ichhatte es deshalb alsbald nach meinem Eintritt bei der Ge-sellschaft unternommen, die Eingänge zu sichten, von allem,was nicht besonders wichtig und dringend war, zu befreienrmd sie auch dem Umfange nach möglichst klein zu halten. Je