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Fort mit Erzberger! / von Karl Helfferich
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sichrer 5) e nderso n zum Ausscheiden aus dem britischen Ka-binett, weil dieser sich zugunsten der Beschickung der StockholmerFriedenskonferenz durch Delegierte der britischen Arbeiterschafteingesetzt hatte.

Das war das glorreiche Ergebnis der Friedensresolutio»nach außen!

Nach mnen aber erzeugte und verbreitete die unseligeFriedensresolution zunächst die erste starke Erschütterung devGlaubens an unsere Sache und des Willens zum Durchhalteindann die grundverkehrte Meinung, daß irgendwelche vhantastischen Kriegsziele des Militärs, der Regierung oder des Kaisersdas wahre Friedenshindernis seien. Sie gab dem Kampf umden Frieden die Richtung gegen die Spitzen des Heeres und derpolitischen Leitung, statt gegen die Feinde, deren Kriegsziele nurnach einer völligen Niederwerfung Deutschlands zu verwirklichenwaren. Die Erbitterung, der Zorn und die Wut, die der endloseKrieg im deutschen Volke auslöste, wurden von unseren Feindenauf dieAlldeutschen ", dieAnnexionisten", dieMilitärpartei"abgelenkt. Es kamen dann die Tage der Vergötterung WiI -sons als des Künders einer neuen Zeit der Gerechtigkeit undMenschlichkeit zwischen den Völkern. Es kam die Versicherungdes Herrn Erzberger, daß er, wenn man ihm nur gestatte,mit Lloyd George zu verhandeln, in wenigen Stunden denFrieden herbeiführen werde. Es kam die revolutionäre Pro-paganda im Heer und in der Flotte mit der Parole:DerUmsturz ist Friede." Ja es kam die lärmende Inter-pellation der revolutionären Agitatoren wegen der angeblich vonRegierung und Heeresleitung geförderten alldeutschenAgitation im Heer, und es kam zu diesem heuchlerischenund verbrecherischen Treiben der d e in o n st r a t i v e BeifallderMehrheits Parteien ", der den Totengräbern derOrdnung in Heer und Staat ihre Unschuld und ihrExistenzrecht"attestiertel Und schließlich ist die Saat des Juli 1917 im November1918 fürchterlich aufgegangen.

Es i st notwendig, heute die Augen des deut-schen Volkes auf diese Vorgänge und Zusam-menhänge hinzulenken. Der Frieden der Schmachund Knechtung, den unsere Feinde unserm Volk auferlegthaben, nachdem dieses, betört durch unsinnige und verhängnis-volle Wahnideen, sich selbst wehrlos gemacht und in die Hand