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IV.
Miresolution. U-Bookkrieg und Herr Erzberger .
(Erzberger in der „Deutschen Allgemeinen Zeitung"vom 4. Juli.)
Von besonderer Seite wird uns geschrieben:Dr. Helfferich ist es unangenehm, daß seine in der „Kreuz-zeitung" veröffentlichten Angriffe gegen den Reichsminister Erz-berger nach dem Grundsatze pariert werden: die beste Paradeist der Hieb. Helfferich nennt das „stramme Haltung". Nachseinen neuesten unrichtigen Behauptungen („Kreuzzeitung "Nr. 104, Abendausgabe) wird er sich nicht wundern dürfen,wenn man ihm gegenüber auch weiterhin „stramme Haltung"bewahrt. Deshalb seien noch folgende Feststellungen ge-macht:
Schon am 4. Juli 1917 hat Erzberger den Tatbestand dar-gelegt, der einige Tage später zu der bekannten Friedensresolutiondes Reichstages führen sollte. Über alle diese Zusammenhängehat er nicht nur wiederholt mit den bereits genannten Mitglie-dern der Reichsregierung ausführlich gesprochen, sondern hat sieauch vor den Kommissionsberatungen in einer Konferenzim Reichsamt des Innern dargelegt. Der Vor-sitzende dieser Konferenz war Staatsminister Helfferich.Es bleibt also bei unserer Feststellung: Von der Friedens-aktion im Juli 1917 ist die Reichsregierungvorher verständigt worden.
Auch die zweite Feststellung bezüglich der Einmischung vonWien bleibt bestehen. Erzberger hat selbstverständlich auf diekünftigen Entwicklungsmöglichl'eiten der österreichischen Frie-densstiinmung Rücksicht genommen. Aber gerade durch seineBemühungen und durch die Juliresolution ist Wien bei derStange gehalten worden. Der September und Oktober habenklar bewiesen, welche katastrophale Wirkung der SonderfriedeÖsterreich-Ungarns für Deutschlands zeitigte.
Nun zu Helfferichs Äußerungen über den U - Bootkrieg:Reichsminister Erzberger denkt nicht daran, seine hoffnungs-freudigen Äußerungen vom Februar 1915 über die Aussichtendes U-Bootkrieges irgendwie zu bemänteln, er hatte seinen Elan
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