> - , — 12 — . -
seiner Peiniger und Unterdrücker begeben hat — dieserFrieden wirft ein grausames Licht nach rückwärts auf die Vor-gänge, die das deutsche Volk erlebt hat, die es in blindem Drängehat gestalten helfen und die es in seinen großen Massen bis zumheutigen Tage noch nicht begriffen hat; die es aber begreifenund bis ins letzte durchschauen muß, wenn es wieder gesundenund sich wieder aufrichten will. Das deutsche Volk mußerkennen, von wem, mit welchen Mitteln undauf welchen Wegen es in die Irre geleitet, inElend und Schande geführt worden ist. Nurdann wird es sich selbst wiederfinden.
II.
Die Zuliresolulion und Dr. helfferich.
(Erzberger in der „Deutschen Allgemeinen Zeitung"vom 2. Juli.)
Von besonderer Seite wird uns geschrieben:Der frühere Minister Dr. Helfferich beteiligt sich in einemArtikel „Die Juliresolution — der Anfang des moralischen Zu-sammenbruchs" in der „Kreuzzeitung " an dem Bestreben, dieGeschichte des Krieges zu fälschen. So erzählt er, um diese Reso-lution als reichsschädigend hinzustellen, Herr Erzberger habesie betrieben, ohne vorher die Reichsleitung von seiner Absicht zuunterrichten, und fährt fort: „Dagegen muß hervorgehoben wer-den, daß Herr Erzberger seinen Vorstoß im Einverständnis mitdem Leiter der österreichischen Politik, ja auf dessen Anstiftenunternommen hat."
Da die Juliresolution als das Ereignis, von dem ab nocheinmal die Katastrophe hätte verhindert werden können, geschicht-lich eine große Rolle spielen wird, sei heute schon folgendes fest-gestellt: Die Bemühungen um diese Kundgebung erfolgten nacheingehender Rücksprache mit dem Reichskanzler von Veth-niann Holl weg, der sie als Kampfmittel gegen die All-deutschen billigte, mit den Staatssekretären Graf Noedern undvr. Solf und auch mit Dr. Helfferich, der ein halbes Jahrvorher seiner Denkschrift gegen den U-Bootkrieg eine Anzahl vonReden für den U-Bootkrieg hatte folgen lassen, und der sichgegen die Friedensresolution aussprach. Er weiß also am besten,