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Fort mit Erzberger! / von Karl Helfferich
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sche Volk an der Spitze seiner Geschäfte einenMannvondenQualitätendesHerrnErzbergerdulden?

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Hierauf erfolgte abermals eine Antwort des Herrn Erzbergern i ch t.

XIV.

Der Immedialbericht des Grafen Czernin vom 12. April 1S17.

(Botschafter a. D. Graf Wedel in denHamburger Nachrichten"

vom 23. Juli.)

DieDeutsche Allgemeine Zeitung" vom 2. Juli brachte vonbesonderer Seite eine Zuschrift,*) in welcher gesagt wird:

Im Sommer 1917 war ein dringlicher Bericht Czerninsin Berlin ergangen, die Monarchie stände vor den ernstesteninneren Zersetzungen, über das Jahr hinaus sei an einenWiderstand nicht zu denken. Daraufhin reiste Erzbergerin Bethmanns Auftrag nach Wien und erreichte in Verhand-lungen mit dem Kaiser Karl und Czernin, daß überstürzteFriedensschritte unterblieben. Die Reichsregierung allerdingsschlug die Schicksalsmahnung aus Wien , die dann ein Jahrspäter zu der lange vorher geahnten Katastrophe führte, in denWind und glaubte, mit dem Erfolge der Erzbergerschen Reisesei alles Nötige getan." Weiter heißt es, Zweck und Ergebnisder Wiener Reise Erzbergers sei gewesen,Oesterreich-Ungarn bei der Stange zu halten und ihm den Rücken zu stärken."Die Dinge liegen anders! Bald nach der PetersburgerMärzrevolution 1917 begann man in maßgebenden Wiener Kreisen nervös zu werden. Die Stimmung der Bevölkerung warinfolge der Entbehrungen, die in Oesterreich weit fühlbarer warenals in Deutschland , schlecht, militärische Erfolge waren seit länge-rer Zeit ausgeblieben. Die Hoffnung, daß die Revolutions-regierung in Rußland Frieden schließen würde, erfüllte sich nicht.Die russische Armee drückte auf die galizische Front, und die Jta-

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