„wie ich sie auffasse", in dem alle Hinterhältigkeit der damaligendeutschen Kriegspolitik zusammengefaßt lag. Und nach innen wardie „erste starke Erschütterung des Glaubens in unsere Sacheund des Willens zum Durchhalten" zu gleicher Zeit erfolgt durchden klaffenden Widerspruch zwischen den politischen Ergebnissendes U-Bootkrieges und den unwahren Statistiken des I)r. Helffe-rich, der dem Volke durch die U-Bootwaffe ein schnelles siegreichesKriegsende prophezeit hatte, während es sich längst herausgestellthatte, daß seine erste Prophezeiung von den bedrohlichen Folgendes rücksichtslosen U-Bootkrieges richtig und bereits eingetretenwar.
III.
Juliresolution, U Vootkrieg und Herr Erzberger.
(Helfferich in der „Kreuz-Zeitung " vom 3. Juli.)
In der in der heutigen Morgenausgabe der „Kreuz-Zeitung "miedergegebenen Auslassung sucht der Reichsfinanz-minifter Erzberger den bei ihm nicht ungewohntenMangel an Fanatismus für die Wahrheit durch — sagen wir:stramme Haltung zu ersetzen.
Er behauptet frischweg und unter allerlei plumpen Jn-vektiven, wie „grobe Unwahrheit", „Fälschung" usw.: er habeseine Aktion vom Juli 1917 »ach Verständigung derReichs reg ierung — er nennt die Herren v. BethmannHollweg, Dr. Solf, Graf Roedern und mich —unternommen; Herr v. Beth mann habe die Resolution „alsKampfmittel gegen die Alldeutschen" gebilligt. Diese verblüf-fende Behauptung des Herrn Erzberger erinnert mich in ihren,vollkommenen Widerspruch zu dem tatsächlichen Sachverhalt andie wohl auch von Herrn Erzberger unvergessene Situation, inder ein Chef der Reichskanzlei sich genötigt sah, vor versammel-tem Reichstag aus den Gerichtsakten den vereidigtenErzberger und den un vereidigten Erzberger zukonfrontieren. Die Wahrheit ist, daß Herr o. Bethmann,ebenso wie ich und die sämtlichen in der Ausschuhsitzung vom6. Juli anwesenden Staatssekretäre durch den ErzbergerschenResolutionsvorstoß völlig überrascht wurden: daß Herrv. Bethmann sich geradezu überfallen fühlte nnd dem noch