am Nachmittag des 6. Juli gegenüber Herrn Erzberger deutlichenAusdruck gab.*) ,
Herr Erzberger leugnet ferner mit Hilfe eines — un-genauen Zitats aus der Czerninschen Rede vom 11. Dezember1918, daß sein Vorstoß im Juli 1917 im Einvernehmen, ja aufAnstiften des Grafen Czernin erfolgt sei. Ich setze noch-mals den Herrn Erzberger offenbar unbequemen Wortlaut derCzerninschen Äußerung hierher:
„Einer Meiner Freunde hatte auf mein Ersuchenmehrere Unterredungen mit den Herren Südeku m und Erz-berger und bestärkte sie durch meine Schilderung unserer Lagein ihren Bestrebungen zur Erreichung der bekannten Friedens-resolution. Es war aufGrund dieser Schilderung,daß die beiden Herren die Reichstagsresolu-tion für einen V e r st ä n d i g u n g s f r i e d e n durch-setzte n."
Es bleibt also dabei, daß Herr Erzberger den Vorstoß,der den moralischen Zusammenbruch Deutschlands einleitete,hinter dem Rücken des Kanzlers und im Bunde mit der WienerPolitik unternommen hat.
Alles, was Herr Erzberger sonst an Kontrollierbarem undNnkontrollierbarem erzählt, hat mit dem Kern der Sache nichtszu tun. Wenn aber Herr Erzberger nach dem Satz „Der Hieb istdie beste Parade" eine Diversion auf den U-Boot-Krieg ver-sucht, so kann ich ihm dienen. Die Entwicklung der U-Boot-Frageund meine persönliche Haltung in dieser Angelegenheit habe ichausführlich in dem in den nächsten Tagen erscheinenden zweitenBand meiner Geschichte des Weltkrieges**) dargelegt. Nur umeinstweilen das Gedächtnis des unentwegten Bekämpfers desU-Bootkrieges aufzufrischen, erlaube ich mir, Herrn Erzbergerselbst sprechen zu lassen:
„Tag und Nacht. Woche aus Woche ein soll Englands Handelkeine Ruhe mehr haben vor den Ungetümen, die unter WasserHerr sind. Und wenn Deutschland einmal die wirkliche Blockade