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einer durch neutrale Vermittlung unternom-menen deutschen Friedensinitiative stand.
Allein schon daraus ergibt sich — ohne daß ich weiterenFeststellungen vorzugreifen brauche, daß die angeblicheFriedensbereitschaft Englands im August-September 1917 nichts ist als eine Seifen-blase, daß England gar nicht daran dachte, um den Preis derWiederherstellung Belgiens Frieden zu machen, sondern auf demStandpunkte der hochmütigen und siegessicherenAblehnung eines Ver st ändigungsfriedens be-harr t e, auf dem es sich im Laufe des Sommers wieder ge-stellt hatte. Die guten Absichten des Papstes, deroffenbar den einen mit dem guten Willen des anderen versöhn-lich zu stimmen suchte, kann daran nichts ändern.
Es bleibt dabei: Die einzige ernsthafte Frie-densmöglichkeit während des ganzen Kriegesbestand im Sommer 1917, und diese Friedens-möglichkeit hat Herr Erz berger zerstört.Dafür hat Herr Erzberger sich zu verantworten. Für sein Ver-halten während des Waffenstillstandes und bei den Friedensver-handlungen ebenso. Und das Gebiet der Reinlichkeit wird auchnicht vergessen werden. Schlagen Sie Finten, soviel Sie wollen,Herr Erzberger! Ich bleibe Ihnen an der Klinge!
XVIII.
Erzbergers Volksbekrug.
(Helfferich in der „Kreuz-Zeitung " vom 28. Juli.)
Die Veröffentlichung des früheren Reichskanzlers Michae-lis und des Generals Ludendorff, meine eigenen Fest-stellungen in der „Kreuz-Zeitung " vom letzten Sonnabend, sowiemeine weiter angestellten Nachforschungen gestatten ein in dengroßen Zügen vollständiges und unanfechtbares Urteil über denErzbergerschen Vorstoß, obgleich der Wortlaut der D epesche der britischen Regierung an ihren Ver-treter b,e i m V a t i k a n, die das „englische Friedensangebot"enthalten haben soll, immer noch nicht veröffentlicht ist und ob-gleich auch eine Äußerung des für die diplomatische Behandlung