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Art der Behandlung der Autwort an den Münchener Nuntiusauch nur das geringste zu tun haben.
Einstweilen aber sei an einen öffentlichen Aus-tausch von Erklärungen erinnert, der zwischen derenglischen und verdeutschen Regierung im De-zember 1917 über diese Angelegenheit stattgefunden hatund der einige Fingerzeige gibt. Am 13. Dezember hatBalfour im Unterhause auf eine Anfrage geantwortet,die britische Regierung habe im September 1917 durch Ver-mittlung eines neutralen Diplomaten eineMitteilung erhalten, „daß es der deutschen Regierung ein Ver-gnügen bereiten würde, der britischen Regierung eineMitteilung über den Frieden zu machen". Diebritische Negierung habe geantwortet, daß sie bereit sei, eine solcheMitteilung entgegenzunehmen, habe aber dann nichts mehr ge-hört. Dazu bemerkt das deutsche Auswärtige Amt: Diedeutsche Regierung sei es, die Anfang September durchneutrale Vermittlung eine Anfrage über die deutschen Kriegs-ziele erhalten habe, und zwar in Formen, daß die deutsche Re-gierung das Vorwissen und Einverständnis derbritischen Regierung mit dieser Anfrage habe an-nehmen müssen. Die deutsche Regierung sei grundsätzlichzur Beantwortung dieser Anfrage bereit gewesen. Derweitere Verlauf der Ereignisse habe indes der deutschen Regie-rung die Überzeugung aufgedrängt, daß auf feiten unserer Gegnernichts geschah, um die von deutscher Seite beabsichtigte „un-mittelbare Beantwortung der Anfrage" zu er-möglichen. Darauf erklärte Lord Robert Cecil am17. Dezember, die britische Regierung habe zwar wiederholt ver-sucht, „durch Ministerreden Aufklärung über die deutschen Kriegsziele zu erlangen: niemals aber sei mit Wissender britischen Regierung von dritter Seiteeine solche Anfrage an Deutschland gerichtetworde n."
Die Mitteilungen, die das britische Auswärtige Amt im Sep-tember 1917 den Vertretern der verbündeten Mächte über einendeutschen Friedensschritt machte und die später von der Sowjet-rgierung veröffentlicht worden sind, bestätigen, daß die bri-tische Regierung ihrerseits keinen Friedens-schrittveranlnßt hat, sondern unter dem Eindruck