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Fort mit Erzberger! / von Karl Helfferich
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Firma . . . stattgefunden. Wie ich zu meinem großenBefremden aus Zeitungsberichten ersehe, ist in dieser Ver-sammlung der Abgeordnete Erzberger zum Mitglieds des Auf-sichtsrats gewählt worden."

Die in Frage kommende Behörde hat auf Grund dieses Sach-verhalts, als der Abgeordnete Erzberger später in einer anderenStreitsache von einer anderen Firma als Schiedsrichter benanntwurde, die Ablehnung des Abgeordneten Erzberger in Aussichtgenommen. Ich habe damals Herrn Erzberger denSachverhalt mitgeteilt und ihm die Möglich-keit gegeben, sich die Ablehnung dadurchzu er-sparen, daß er von sichaus das Schiedsrichter-amt ablehnte.

Wenn Herr Erzberger am Schlüsse seiner Ausführungenglaubt, einen Gegenschlag führen zu können, indem er mich alsdenExponenten jener verhängnisvollen Politik, die eine gerad-linige Politik gegenüber Belgien zu hintertreiben wußte", undals denjenigen hinstellt, unter dessen Aegide dieschwerindustriellen Aspirationen auf Bel-gien organisiert worden" seien, so bezeichneich diese Behauptung erstens als eine gemeine Lüge;Herr Erzberger kann und muß wissen, daß gerade ich,soweit meine Macht reichte, gegenüber solchen Bestrebungen,die über das Ziel Hinausschossen, wiez. B. dieErzberger-schen während der ersten Zeit des Krieges,Widerstand geleistet habe und für das richtige Maß zu sorgen be-müht war. Die Behauptung bezeichne ich zweitens angesichts derBestimmungen des Erzberger-Friedens über die Ausliefe-rung deutscher Reichsangehöriger als eine gemeine De-nunziation meiner Person an die Adresse derEntente. Da Herr Erzberger außerhalb der ihm Immunitätsichernden Nationalversammlung nicht mit offenem Visier her-vortritt, sondern sich in dem offiziösen Blatt, das gezwungen ist,sich ihm zur Verfügung zu halten, lediglich alsbesondereSeite" zeichnet, ich auch keine Lust habe, gegen einen sachlichunbeteiligten Redakteur vorzugehen, bleibt mir nichts übrig, alsdem Urheber dieser gemeinen Lüge und ge-meinen Denunziation öffentlich meine Ver-achtung auszusprechen.

Abermals frage ich: Wie lange noch will das deut-