längst widerlegte Geschichten", abtun zu können. Demgegen-über einige bestimmte Fragen:
1. Hat etwa nicht der Chef der Reichskanzlei in offener Reichs-tagssitzung nach den Gerichtsakten den vereidigten Erz-berger dem unvereidigten Erzberger gegenüberge-stellt und damit den letzteren derbewußten Unwahrheitgeziehen?
2. Hat etwa nicht im Pöplau-Prozeß das Gericht dieVereidigung des Herrn^Erzberger auf seineAussagen abgelehnt?
3. Hat etwa nicht der Reichskanzler GrafHertling jedem,der es hören wollte, vzählt, daß er sich von Herrn Erzberger a n -gelogen fühle und ihn deshalb nicht mehr empfangen werde,und hat etwa der daraufhin zwischen Herrn Erzberger und demGrafen Hertling geführte Briefwechsel, der für den ersteren nie-derschmetternd kläglich war, daran das geringste geändert?
4. Habe etwa nicht ich selbst Herrn Erzberger letzthin vier-mal in einer Woche in allen Formen Unwahrheitvorgeworfen und nachgewiesen, und hat etwa nichtHerr Erzberger die ihm angebotene Gelegenheit zur eidlichen Fest-stellung ausgeschlagen?
3. Hat nicht etwa im Flottenvereinsprozeß HerrErzberger sich bereit erklärt, zu beschwören, daß er nachbestem Wissen annehme, durch eine Aussage über den Dieb sichselbst einer strafrechtlichen Verfolgung aus-zusetzen?
Glaubt Herr Erzberger wirklich, daß er alle diese Tatsachenmit einer leichten Handbewegung und mit billigen Jnvektivenaus der Welt schaffen kann? Das gelingt ihm höchstens bei dem-jenigen Teil seines Publikums, dem er wirksam die Kenntnisdes Inhalts der gegen ihn gerichteten Feststellungen vorzuenthal-ten vermag.
Gegen meine Feststellung, daß die Stellungnahme des HerrnErzberger zu wichtigen kriegspolitischen und kriegswirt-schaftlichen Fragen eine verschiedene gewesen sei während seinerZugehörigkeit zum Thnssen-Konzern und nach seinemAusscheiden aus diesem Konzern, glaubt Herr Erzberger ein-wenden zu können, daß er erst am 1. Oktober 1917 aus seinerAufsichtsratsstellung bei Thyssen ausgeschieden sei, daß sein Aus-tritt also nicht die Ursache, sondern die Folge der Iuliresolution