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welche Deutschland verlangt. Sei diese Erklärung befriedigend,so meint Seine Eminenz, daß ein bedeutender Schritt zu weitererEntwicklung der Verhandlungen gemacht würde. Tatsächlich hatder erwähnte Gesandte von Großbritannien seine königliche Re-gierung bereits verständigt, daß der Heilige Stuhl auf die imangegebenen Telegramm enthaltenen Mitteilungen antwortenwird, sobald er seinerseits durch meine Vermittlung die Antwortder kaiserlichen Regierung erhalten haben wird.
Meinerseits möge es mir gestattet sein, der feston Über-zeugung Ausdruck zu geben, daß Euere Exzellenz, bei derenEintritt in die allerhöchste Stelle unter wohlerwünschtem Zu-sammentreffen der hochgeschätzte päpstliche Vorschlag erschienenist und welche so günstige Gesinnungen in bezugauf dieses Friedenswerk gezeigt hat, sich unsterblicheVerdienste erwerben wird um das Vaterland und um die ganzeMenschheit, wenn mit einer versöhnlichen Antwort der gute Fort-gang der Friedensunterhandlungen erleichtert wind.
In solcher Erwartung ist es mir sehr angenehm, der Ge-sinnung höchster Wertschätzung Ausdruck zu geben, und habe dieEhre, zu verharren als
Euerer Exzellenzergebenstergez. Eugen Pacelli, Erzbischof von Sardi,Apostolischer Nuntius.
Es folgt die Depesche der englischen Regierung!
Die Depesche der englischen Regierung an ihren Gesandtenbeim Vatikan war als Anlage diesem Schreiben beigegeben.Sie hatte kein Datum und lautete in Übersetzung:*)
„Wir haben noch keine Gelegenheit gehabt, unsere Verbün-deten über die Note Seiner Heiligkeit zu befragen und sindnicht in der Lage, uns über eine Beantwortung der Vor-schläge Seiner Heiligkeit betreffend Bedingungen einesdauernden Friedens zu äußern. Unserer Ansichtnach besteht keine Wahrscheinlichkeit dafür,
Von der Deutschen Regierung erst am 28. Juli veröffentlicht.Fort mit ErztirzeU 4