Druckschrift 
Fort mit Erzberger! / von Karl Helfferich
Entstehung
Seite
71
Einzelbild herunterladen
 

71

sie nicht versteht, dem fehlt das Abc der Poli-tik. Nach dieser Klarstellung stellen wir uns gernhinter die Regierung und überlassen ihr die Führungin den Einzelheiten!"

Und dieser Mann, der auf Grund der Erklärung, daßdie Regierung sich die Hände auch in der belgischen Frage nichtbinden lussen wolle, sich hinter sie stellt und ihre Einigkeit mitdem Reichstage feststellt, der nur Worte des Lobes für dieMinister fand, die begründet hatten, weshalb sie sich auf be-stimmte Kriegsziele nicht festlegen wollten, dieser Mann,der am 28. September 1917 kein Wort des Tadels fand, obwohler unter allen, die der Sitzung des Hauptausschusses beiwohnten,der einzige war, der von der selbst dem Kronrat und dem Siebener-ausschuß verheimlichten Anfrage Englands Kenntnis hatte, hatdie Stirn, in der Nationalversammlung, in der noch viele Ab-geordnete sitzen, in dem Hauptausschuß angehört haben, unter denwildesten Anklagen fürtragisch, entsetzlich und ver-brecherisch" zu erklären, was er vor zwei Jahren als dereinzige Abgeordnete, der volle Sachkenntnis besaß, für klar,für lobenswert, für richtig gehalten hat. Aus derSitzung des Hauptausschusses ist er dann sofort nach Mün-chen gefahren und hat. nachdem er Michaelis und Kühl-mann sein Vertrauen ausgesprochen hatte, mit dem NuntiusPacelli die Völker beweint, die so verbrecherischem Unverstandgeopfert wurden. Wenn die Anklagen des ReichsfinanzministersErzberger. wie das Berliner Tageblatt und der Vorwärts ver-langen, zu einem Prozeß gegen vr. Michaelis undKühlmann vor dem Staatsgerichtshof führen soll-ten, so muß der Abgeordnete Erzberger mit ihnen auf d erAnklagebank erscheinen.

Und nun lasse die Nationalversammlung seine Rede in ganzDeutschland anschlagen. Sie wird dann das Veweismaterial fürseine Mitschuld dem ganzen deutschen Volk in Hirne undHerzen hämmern.