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D a s ist H e rr E rz b e r g e r, der zur Rettung der eigenenPerson das deutsche Volk in maßlose Erregung zu versetzen sucht,indem er eine in sich aussichtslose päpstliche Demarche, die er seitzwei Iahren kannte, jetzt mit einem Male zu einem von derObersten Heeresleitung, der früheren Reichsleitung, der Schwer-industrie, den Alldeutschen und seinen sonstigen Gegnern sabotier-ten englischen Friedensangebot umfälscht.
Das ist Herr Erzberger, von dein nichts die schwere,unsühnbare Schuld abwaschen wird, daß er im Sommer 1917 diedamals heranreifende Friedensmöglichkeit zerstört hat,
der in der Zeit, in der unsre Feinde unter dem Druck des U-Bootkrieges, unsrer militärischen Erfolge und des beginnenden rus-sischen Zusammenbruchs weich zu werden anfingen, sich von demösterreichischenKaiser und mehr noch von dessen bour -bonisch-parmesischer Verwandtschaft siir die S a -botierung des deutschen Willens zum Wider-stand einfangen ließ.
DasistHerrErzberger,derim entscheidenden Augen-blick des Krieges im Sinne seiner habsburg-bourbonischen Auf-traggeber die deutsche Politik mit seiner Juli-Aktion hinterrücksüberfiel, im deutschen Volk den Glauben an den Sieg und damitdie Kraft zum Sieg zerstörte, bei unseren Feinden den wankendenGlauben an den Sieg wieder aufrichtete und den Willen zum Siegneu bestärkte:
der hinter dem Rücken des österreichisch-ungarischen Außen-ministers sich dessen zum Druck auf den Deutschen Kaiser verfaßtenGeheimbericht von dem österreichischen Kaiser aushändigenließ, der diesen verhängnisvollen Geheimbericht in Parteiversamm-lungen preisgab und ihn nach der Aussage des Grafen Czernin zur Kenntnis unserer Feinde gelangen ließ; der damit nach demZeugnis unsrer Feinde selbst ihnen die volle Gewißheit des Siegesgab und jede Geneigtheit, sich mit uns über einen ehrenvollen Frie-den zu verständigen, endgültig ausrottete!
Das ist Herr Erzberger, dessen Namen mit Rechtunter dem elenden Waffenstillstandsvertrag steht.
DasistHerrErzberger, der während des Waffenstill-stands der Entente half, uns finanziell zu knebeln, der unsere Han-delsflotte in die Häfen der Entente steuerte!
Das ist Herr Erzberger, der uns nach Versailles ge-siHl't der wlchrM der Friedemverhaichlungeu den Feinden