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Festschrift zum fünfhundertjährigen Geburtstage von Johann Gutenberg / im Auftr. d. Stadt Mainz hrsg. von Otto Hartwig
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G. FRHR . SCHENK

Die Durchführung diefer genealogi{chen Arbeit, die fich natürlich auch auf die Befitj-verhältniffe zu erftrecken hatte, gefaltete fich oft recht Schwierig.

Der häufige Namenswechfel und die freie Vererbung des ßädti{chen Grundbefitjesboten mitunter fchwer zu enträtfelnde Probleme. Oft war die Einordnung nur durchgenaue Beachtung der Siegel möglich.

Außer meiner eigenen, vor 25 Jahren begonnenen Excerptenfammlung, deren Ver-werthung (chon weit früher geplant war (f. Anm.), kam mir zu (latten, daß ich auch dieumfangreichen und forgfältigen Auszüge des Herrn Archivraths Dr. Arthur Wyß benutjenkonnte. Sodann hatte ich mich der eifrigsten Unterftütjung der Herrn Profeffor Dr. Velkeund Dr. Heidenheimer in Mainz zu erfreuen, die alles Einschlägige aus dem dortigenStadtarchive mittheilten. Für den topographifchen Theil war mir die Sachkunde des HerrnHeinrich Walläu fehr förderlich. Ganz ungeahnte Ausbeute ergab das Frankfurter Stadt-archiv, deffen fehr weitgehende Inanfpruchnahme mir durch Herrn OberbürgermeisterAdickes und Herrn Stadtarchivar Dr. Jung ermöglicht worden i{t. Die oft in Anfpruchgenommene Hülfsbereitßhaft des Herrn Kreisarchivars Dr. Göbl in Würzburg liefertemir reiche Ausbeute aus den dortigen Mainzer Befänden.

Auch das Wiesbadener Staatsarchiv gewährte werthvolle Ergänzungen. Der fonßigenFörderer der Arbeit gelegentlich im Texte gedacht worden.

Einen Haupttheil der hier neu veröffentlichten Nachrichten lieferten die älteren hand-schriftlichen Arbeiten der Frankfurter Genealogen J. M. zum Jungen, J. E. v. Glauburg und J. K. v. Fichard. Sie find mit der Liebe und Sorgfalt bearbeitet, wie fie bei genea-logischen Arbeiten in der Regel nur das perfönliche und heimathliche Intereffe mit fichbringt. Daß ich in vieler Hinficht troßdem {tark von ihren Refultaten abweichenkonnte, verdanke ich in erfter Linie der Vereinigung eines reicheren Materials.

Die häufig benutjten gedruckten Quellen find in abgekürzter, am Schluß der Arbeitvermerkter, Form wiedergegeben.

Eine Ueberfichtstafel wird die Benutjung der Abhandlung erleichtern helfen.

ANMERKUNG . Als Fortfetjung meines Auffatjes:Ueber Johann Gutenbergs Grabßätte und Namen imArchiv für hefßfche Gefchichte und Alterthumskunde XV, S. 337. Obgleich ich dem verdorbenen A. v. d.Linde aus Gefälligkeit einige meiner damals bereits feßftehenden Hauptrefultate für feine Gefchichte derErfindung der Buchdruckkunß mitgetheilt hatte, glaubte er die Verzögerung des Erfcheinens zu einemin jeder Beziehung grundlofen Angriff benuljen zu müffen. Ich habe darauf bei Lebzeiten diefes Schrift-ßellers gefchwiegen, und halte es auch heute .nicht für nothwendig, midi ausführlicher damit zu befaffen,als hiermit gefchieht.