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Das Geldwesen Spaniens seit dem Jahre 1772 / Fritz Rühe
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§ 8. DIE WIEDERHERSTELLUNG DER FREIEN GOLDPRÄGUNG.

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es nämlich in Spanien gestattet worden, ohne Intervention desParlaments Aktien- Gesellschaften zu gründen, und Aktien undObligationen auf den Inhaber wurden gesetzmäßig gleich denStaatspapieren zur Börsennotiz zugelassen. Es fand nun einefieberhafte Gründung von Aktiengesellschaften statt, an der sichnamentlich englisches und französisches Kapital beteiligte, daszum Teil in Form von Goldmünzen oder Goldbarren nachSpanien kam.

So herrschten denn in Spanien die Prägungen von Gold-geld ganz gewaltig vor, während sich andererseits die des Silbersinfolge der hohen Marktpreise für Silber verringerten. Hiermitwurden aber die Absichten der Regierung durchkreuzt, diedurch das zuletzt festgelegte Ausmünzungsverhältnis der Edel-metalle Silbergeld wohl durch Obstruktion in die staatlichenKassen zu leiten gedachte. Nach den offiziellen Angaben derGeneral- Direktion der Münzen ¹) stellten sich die Ausmünzungenvon Gold- und Silbergeld in den Münzstätten des Reiches seitdem Jahre 1848 bis zum 15. August 1859 folgendermaßen dar:

Silberprägung.

Goldprägung.

1848

3 984 240 Realen

1848

12815 391 Realen

1849

2221 280

1849

14 541 508

1850 64897 500

1850

27780 319

1851 12119 000

1851

24543 266

وو

"

1852

843 200

1852

32 261 904

دو

"

1853

1853

36 705 339

1854

84468 200

1854

41871 249

יי

1855 146 515 500

1855

30 580 633

"

وو

دو

יי

1856 179 497 040

1856

25 385 532

1857 122 862 060

وو

יי

1857

13 534 072

د,

1858 37 647 500

1858

37 953 483

22

2.9

1859

63469 000

1859

13 903 774

"

وو

311 876470 Realen

718 524 520 Realen

1) cf. Resumen de los informes sobre la cuestion monetaria porla direccion general de consumos, casas de moneda y minas, Madrid 1862.