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Das Geldwesen Spaniens seit dem Jahre 1772 / Fritz Rühe
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II. DIE WÄHRUNGSÄNDERUNGEN DER JAHRE 1848-1868.

Der Goldtransport zwischen Spanien und Frankreich wiezwischen Spanien und England konnte, da nach dem Jahre 1861in allen drei Ländern Goldgeld valutarisch war, eine annäherndeBefestigung der intervalutarischen Kurse erzielen.

Spanien gehörte bis zum Jahre 1868 noch zu den gold-reichsten¹) Ländern der Welt, Goldgeld schwamm jedoch imLande umher. Wie viel mehr Nutzen dem Lande eine recht-zeitige Ansammlung des Goldes in einer Zentralwährungskasseund eine Verwendung des Goldes nur für den Auslandsverkehr,dagegen eine geschickte und richtige Verwaltung und Emission.notalen Banknotengeldes im Inlande hätte gewähren können,sollte die Entwickelung der Valuta bis zur Neuzeit zeigen.

und auf London( 90 Tage) stellten sich bei einem als Wechselpari be-trachteten Stande

von 5,19 Frcs.= 1 Peso

von 50,20 Pence= 1 Peso

am 30. 6. 65

5,10

während

49,05

31. 12. 65

5,04

der

48,80

30. 6. 66

4,85

Krisis

47,50

30. 12. 66

5,16

49,70

nach

31. 6. 67 5,20

50,-

der

31. 12. 67 5.14

49,25

Krisis

30. 6.68 5,20

50,-

( Gazeta de Madrid.)

1) Wenn wir die Prägungen seit dem Jahre 1823 in den jetzt be-stehenden Pesetenfuß umrechnen, so waren 1823-1868 geprägt:

824 413 860 Peseten Goldmünzen

219 799 209

دو

Silbermünzen.

Dazu zirkulierten aus der Zeit vor 1823 noch viele Münzen, namentlichGoldmünzen. Von einem Export von Goldgeld in größerem Maßstabewährend dieser Jahre wird aber nirgends berichtet.