Einleitung.
sie, ohne Unterschied der Gegenstande, bloßdie Bedingungen des Versiandcsgebrauchs überhaupt,er mag rein oder empirisch seyn, enthalten. Undhierans folgt zugleich: daß die allgemeinen und noth-wendigen Regeln des Denkens überhaupt lediglich dieForm, keinesweges die Materie desselben betreffenkönnen. Demnach ist die Wissenschaft, die diese all-gemeinen und nothwendigen Regeln enthalt, bloß eineWissenschaft von der Form unsers Verstandeserkcnnt-nisses oder des Denkens. Und wir können uns alsoeine Idee von der Möglichkeit einer solchen Wissenschaftwachen, so wie von einer allgemeinen Gramma-tik, die nichts weiter als die bloße Form der Sprache'überhaupt enthalt, ohne Wörter, die zur Materie derSprache gehören.
Diese Wissenschaft von den nothwendigen Gesetzendes Verstandes und der Vernunft überhaupt oderwelches einerlei) ist — von der bloßen Form des Den-kens überhaupt, nennen wir nun Logik.
Als eine Wissenschaft, die auf alles Denken über-haupt geht, unangesehen der Objecte, als der Materiedes Denkens, ist die Logik
i) als Grundlage zu allen andern Wissen-schaften und als die Propadevtik alles Verstandes-gebrauchs anzusehen. Sie kann aber auch eben darum,weil sie von'alleu Objecten gänzlich abstrahirt,
s) kein Qrganon der Wissenschaften seyn.
Unter