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Immanuel Kants Logik : ein Handbuch zu Vorlesungen / [Hrsg.: Gottlob Benjamin Jäsche]
Entstehung
Seite
15
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Einleitung.

i)

bauen, ehe man Materialien hat, und giebt wohl dieForm, es fehlt aber am Inhalte. Die Technik mußbey jeder Wissenschaft vorgetragen werden.

Was endlich

5) die Cintheilung der Logik in die Logik des gemei-nen und die des spekulativen Verstandes be-trifft: so bemerken wir hierbcn, daß diese Wissen«

' schaft gar nicht so eingetheilt werden kann.'

Sie kann keine Wissenschaft des spe-kulativen Verstande 6 scyn. Denn als eineLogik des spekulativen Erkenntnisses oder des spekula-tiven Vernunflgebrauchs wäre sie ein Organon andrerWissenschaften und keine bloße Propadcvtik, die aufallen möglichen Gebrauch des Verstandes und der Ver-nunft gehen soll.

Eben so wenig kann die Logik ein Prodnctdes gemeinen Verstandes seyn. Der gemeineVerstand nemlich ist das Vermögen, die Regeln desErkenntnisses conciero einzusehen. Die Logik sollaber eine Wissenschaft von den Regeln des Denkensin abliiscro seyn.

Man kann indessen den allgemeinen Menschenver-stand znm Object der Logik annehmen, und in, so fernewird sie von den besondern Regeln der spekulativen Ver-nunft abstrahiren und sich also von der Logik des sp e«kulativen Verstandes unterscheiden.

Was