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Einleitung.
- Was den Vortrag der Logik betrifft: so kannderselbe entweder scholastisch oder populär seyn.
^ Scholastisch ist er, so fern er angemessen istder Wißbegierde, den Fähigkeiten und der Cultur derer,die das Erkenntniß der logischen Regeln als eine Wis.senschaft behandeln wollen. Populär aber, wenner zu den Fähigkeiten und Bedürfnissen derjenigen sichherabläßt, welche die Logik nicht als Wissenschaft stu-dieren, sondern sie nur brauchen wollen, um ihren Ver-stand aufzuklaren. — Im scholastischen . Vortragemüssen die Regeln iN ihrer Allgemeinheit oderin sdürsLw; im populären dagegen im Besondernoder in concreco dargestellt werden. Der scholastischeVortrag ist das Fundament des populären; denn nurderjenige kann etwas auf eine populäre Weise vortra-gen, der es auch gründlicher vortragen konnte.
Wir unterscheiden übrigens hier Vortrag vonMethode. Unter Methode nemlich ist die Artund Weise zu verstehen, wie ein gewisses Object, zudessen Erkenntniß sie anzuwenden ist, vollständig zu er-kennen sey. Sie muß aus der Natur der Wissenschaftselbst hergenommen werden und läßt sich also, als einedadurch bestimmte und nothwendige Ordnung des Den-kens, nicht andern. Vortrag bedeutet nur die Ma-nier, seine Gedanken andern mitzutheilen, um eineDoctrin verstandlich zu machen.
Aus