Einleitung.
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Aus dem, was wir über das Wesen unddy, Zweckder Logik" bisher gesagt haben, laßt sich nunmehr derWerth dieser Wissenschaft und t>er Nutzen ihres Stu«diums nach einein richtigen und bestimmten Maaßstabeschätzen. >
Die Logik ist also zwar keine allgemeine Erfin-dungskunst mU> kein Organon der Wahrheit; — keineAlgebra, mit deren Hülfe sich verborgene Wahrheitenentdecken ließen.
Wohl aber ist sie nützlich und unentbehrlich alseine Critik der Erkenntniß; oder zu Beurthei-lung der gemeinen so wohl als der spekulativen Vcr-lilinft, nicht um sie zu lehren, sondern nur um siecorrect und mit sich selbst übereinstimmend zu macheu.Denn das logische Princip der Wahrheit ist Ueberein-stimmung des Verstandes mit seinen eigenen allgemeinenGesetzen.
Was endlich die Geschichte der Logik betrifft: soWollen wir hierüber nur Folgendes anführen:
Die jetzige Logik schreibt sich her von Ari stote-'tesAnalyti k. Dieser Philosoph kann als der Va-ter der Logik angesehen werden. Er trug sie als Or-ganon vor und theilte sie ein in Analytik und D i a-l e c ti k. Seine Lehrart ist sehr schslastisch, und gehrauf die Entwickelung der allgemeinsten Begriffe, dieder Logik zum Grunde liegen, wovon man indessen kei-'
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