Einleitung. -Z
Und hicrinn hat also, wie wir sehen, die Mathe-matik einen Vorzug vor der Philosophie, daß die Er-kenntnisse der erster» intuitive, die der letztern hingegen,nur diskursive Erkenntnisse sind. Die Ursache aber,warum wir in der Mathematik mehr die Großen erwä-gen, liegt darinn, daß die Großen in der Anschauungs xrlm-i ksnncn construirt werden, die Qualitäten dage-gen sich nicht in der Anschauung darstellen lassen.
Philosophie ist also das System der philosophi-schen Erkenntnisse oder der Vcrnnnfterkcnntnisse ausBegriffen. Das ist der Schulbegriff von dieserWissenschaft. Nach dem Weltbegriffe Ust sie dieWissenschaft von den letzten Zwecken der menschlichenVernunft. Dieser hohe Begriff giebt der PhilosophieWürde, d.i. einen absoluten Werth. Und wirklichist sie es auch, die allein nur innern Werth hat,und allen andern Erkenntnissen erst einen Werth giebt.
Man frägt doch immer am Ende, wozu dient dasPhilosophieren und der Endzweck desselben — diePhilosophie selbst als Wissenschaft nachdem Schul-begriffe betrachtet?
In dieser scholastischen Bedeutung des Wortsgeht Philosophie nur auf Geschicklichkeit; in Be-ziehnng auf den Weltbegriff dagegen auf die N ü tz l i ch-keit. In der erstem Rücksicht ist sie also eine L.ehreder Geschicklichkeit,- in der letzter», eine Lehre
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